1. Die bairische Geisha: Das Zimmer der verlorenen Bedeutungen


Text von Judith Huber, Eva Löbau, und Katja Hensel


  1. www.diebairischegeisha.de

  1. Wie Europa gelingt. Eine EU - Familienaufstellung


Die Verfassung liegt auf Eis. Eine Reform ist auf dem Weg, doch Einigkeit sieht anders aus:

Die europäische Familie reibt sich auf. Zeit für die EU-Familientherapeutin Inga Hell: Für ihre erste Sitzung

hat sie acht alte und neue EU-Mitgliedsländer einbestellt, um in gemeinschaftlichen Aufstellungen

den akuten Befindlichkeiten und langwierigen Konflikten jeder Nation auf den Grund zu gehen

und sie alle auf ein stabiles JA zur EU hinzutherapieren. Eine komplikationsreiche Operation am Herzen Europas.


mit Christian Dieterle/Andreas Erfurth (Finnland), Christian Kaiser (Großbritannien), Sven Philipp (Zypern),

Uta Krause (Spanien), Sanne Schnapp (Slowenien), Micha Stobbe (Polen), Barbara Wurster (Estland),

Katja Hensel (Therapeutin)

Text und Regie: Katja Hensel, Produktionsleitung: Andrea Tietz Theaterproduktionen


Presse:

„Darstellerin Katja Hensel, zugleich Autorin des Stücks, spielte lustvoll mit Klischees:

Indem sie typische Theaterqualitäten, den Entwurf einer Figur, die Psychologisierung, auf ein so abstraktes Konstrukt

wie die Europäische Union und ihre Mitgliedsländer übertrug, entstanden Assoziationen und Erkenntnisse,

die über das bloß Sagbare wie etwa einen aufklärerischen Zeitungsartikel weit hinausgehen.

"Wie Europa gelingt", ursprünglich produziert für die Berliner Sophiensäle und erst im letzten Moment

zum Hamburger Festival eingeladen, war einer seiner Höhepunkte.“

DLF-Fazit, Elske Brault


[…]

Den Streit der EU-Mitgliedssländer über die auf Eis gelegte Verfassung versucht Katja Hensel als Autorin

und energische Therapeutin in einer Gruppensitzung zu klären und zu schlichten.

Im Rangfoyer führt sie komisch und zugleich informativ mit den Klienten aus Zypern, Finnland, Holland, Litauen,

Malta, Polen, Spanien vor, wie Europa gelingt. Sie gerät dabei selber in eine Identitätskrise

und steht wie nicht anders zu erwarten am Schluss wieder allein und verlassen da. Typisch europäisch!

Hamburger Abendblatt,  Klaus Witzeling


„Das Ensemble glänzt mit köstlichen Typen. So komisch kann Politik auf der Bühne sein.“

Abendzeitung München


Bisherige Vorstellungen: sophiensaele Berlin/100° Festival, Schauspielhaus Hamburg/Festival Projektion Europa,

Münchner Volkstheater, Concordia Bremen, Universität Freiburg und Karlsruhe, Europäisches Haus Berlin,

Alter Plenarsaal/Bonn, Staatsschauspiel Suttgart/Orientexpress

Termine:

Zur Zeit keine Termine geplant

  1. Video auf Youtube

  1. Ins Weite schrumpfen


Der Text:

Weltweit schrumpfen Städte! Shrinking Cities sind zum Synonym für Verlassenheit, Abbruch,

Leerstand und Vewahrlosung geworden. Robert ist Experte fürs Schrumpfen. Nicht nur für das der Städte.

Die Ansprüche der Menschen an ihr Leben sind auf marktgerechte Rosinengrösse verdorrt.

Das Stück ist ein Panorama heutiger Beziehungen und ihres Schrumpfpotentials,

es beschreibt die Welttentfremdung verlassener Landstriche und ihrer Menschen.

(Ankündigung der Münchner Kammerspiele anlässlich des Wochenendes für junge Dramatiker 2007)


Aufführungsrechte: S.Fischer Verlag, Frankfurt/Main


Uraufführung am 15.01.10 im Staatstheater Kassel


Presse:

Ein Theaterstück über den demografischen Wandel? Na, das klingt ja aufregend. Ungefähr so wie, sagen wir mal,

eine Komödie über die EUVerfassung. Genau, findet Katja Hensel und meint das überhaupt nicht ironisch […]

„Ins Weite schrumpfen“ ist eine wortgewitzte, streckenweise surreale Tragikomödie, in der nicht nur Städte ausdörren,

sondern auch menschliche Beziehungen. [...]Hensels feines Gespür für Sprache, für erhellende Missverständnisse

und komische Überraschungen geben dem schweren Stoff eine erstaunliche Leichtigkeit...

Wer weiß: Vielleicht könnte sogar aus der Kostendämpfung im Gesundheitswesen noch ein Thriller werden.

Göttinger Tageblatt – 18.1.10

Vielleicht wäre es eine traurige, zutiefst deprimierende Geschichte mit einer klugen Analyse über das Menschsein

in globalisierten Zeiten, hätte Katja Hensel nicht in ihr Stück "Ins Weite schrumpfen", am Freitag im tif zur

Uraufführung gebracht, Spuren der Hoffnung eingezogen. Das dritte Stück der 42-jährigen, talentierten Autorin

erzählt Liebesgeschichten gegen das Schrumpfen in der Welt....

In dieses Stück sollte man gehen, um an das Gute im Menschen zu glauben. Stürmischer Applaus.

HNA -–18.10.10

schreiben > für Erwachsene

  1. Kröten


Aufführungsrechte: S.Fischer Verlag, Frankfurt/Main

  1. Im Sprung der toten Katze


Goldie, Richie und Mark- drei Geldstücke, dass in einer Bar abhängen und gegen die wachsende

Bedeutungslosigkeit ankämpfen. Zwei Zwanziger, die sich verlieben und ihren Wert aus der Liebe schöpfen,

sich aneinander verschulden und sich zu immer mehr Buchgeld vervielfältigen. Und ein Kapitalmarkt,

der mehr aus Versehen eine Psychoanalytikerin aufsucht und vom Rest des Finanzmarktes verspottet wird,

bis sie seine Erfolge sehen. Dazu Tulpen, Tulpen, Tulpen...

Ein Geld-Stück, in dem die Schöpfungen der Wirtschaft sich gegen die Krise stämmen,

sich verbeißen, verlieben und  neu erfinden.


Ein Werkauftrag für das Staatstheater Kassel, Premiere am 21.1.12

vertreten durch den S.Fischer Verlag

  1. Brüssel brennt, sorry

Werkauftrag für das Staatstheater Kassel

 

Dora ist Lobbyistin für Tierschutz in Brüssel. Ihrem Sohn finanziert sie eine erstklassige Ausbildung

auf internationalen Internaten und ihern dementen Vater nimmt sie in Deutschland zu sich, um ihm ein paar

letzte Jahre in Würde zu ermöglichen. Dora jongliert Familie, Tierschutz und eine Million Stimmen für ihre

EU- Bürgerinitiave. Doch der Sohn fliegt von jeder Schule und ist ohnehin überzeugt, dass er in naher Zukunft

Papst wird. Ihr Vater ist tief enttäuscht von seiner Tochter, die Klapprad fährt und nach der nicht ein einziges

europäisches Gesetz benannt ist. Er kippt immer stärker in die Vergangenheit, während der Sohn morbiden

Hobbys nachgeht. Dora zieht die Notbremse, gibt ihr Engagement für die Tiere auf und wendet sich ganz

dem Vater zu, der sie inzwischen für seine Mutter hält. Ihr Sohn Jakob entfacht mehr zufällig in Brüssel

eine gewaltige Protestbewegung, die den Frieden in Europa aufs Spiel setzt.„Brüssel brennt, sorry“

ist ein Stück über die private und die poltische Familie und ihre vielfachen Verstrickungen.

Und über den Wunsch, in diesem verkorksten Knäuel den eigenen Faden zu finden.

 

UA am  1.2.2013 im TiF, Staatstheater Kassel

Regie: Martin Süß

Rechte: Katja Hensel

  1. EU only live twice

von Katja Hensel

 

Was machen die EU-Volksvertreter eigentlich, außer Bagatellen zu verhandeln und fette Gehälter einzustreichen?

Aus Recherchen in Brüssel, Straßburg und Deutschland ist ein Stück entstanden über eine fiktive EU-Parlamentarierin,

die sich zwischen ihrem politischen Engagement, ständiger Kritik und einem maroden Privatleben komplett aufreibt.

Ihr Ausweg aus der Überforderung ist so simpel wie riskant: Sie sucht sich eine Doppelgängerin, die ihr

zweifache Präsenz verschafft. Ein vorläufiger Befreiungsschlag:

Nie war eine Europapolitikerin so populär und erfolgreich wie diese doppelte Abgeordnete.


Regie: Uta Krause
Co-Regie: Katja Hensel

Mit: Silke Buchholz, Christian Dieterle, Katja Hensel, Michael Stobbe

Ausstattung: Stefan Oppenländer

Musik: Crack of Doom

Produktionsleitung: Anja Goette

Trailer: http://vimeo.com/98655931

Komplette Aufzeichnung: http://vimeo.com/98655932 (Passwort auf Anfrage)

  1. Ja, Brigitte! Ja, ja, ja!

 

Brigitte hat so gar nicht die Aura einer Heldin, doch als sie in ihrem Liebeskummer versehentlich ihr Portemonnaie vor

einer Bankfiliale auskippt, verändert sich ihr gesamtes Leben. Ein Youtuber filmt das Malheur und stellt es ins Netz.

Binnen weniger Tage hat die schüchterne Frau Millionen Fans und Nachahmer.

Nolens volens wird Brigitte zur Ikone einer Anti-Geldmarkt-Bewegung. Man imitiert ihre stilsichere Stillosigkeit, schreibt

Brigitte- Songs und gründet eine Partei; Die“ freien Radikalen“ um Brigitte werden zur Massenbewegung, Tauschhandel

und fröhliche Ziellosigkeit treten an die Stelle von Geld und Leistungsterror. Die Nationalbank wird besetzt, und selbst


mancher Investmentbanker findet sein Glück im Gemüseanbau auf dem Dach seines ehemaligen Dienstgebäudes.

Die Utopie einer neuen Gesellschaft ist kurz davor, Realität zu werden – ja, auch die alte Liebe schießt neue Triebe –,

hätte Brigitte nur nicht diesen winzigen Fehler begangen ...

 

Sieger der Werktage am TAG Theater Wien , UA 2014 am Stadtheater Aalen